
Die Werksausschussitzung am 06.10.2026 war für alle beteiligenden sehr ernüchternd. Thema war u.a. die Analyse, ob sich eine PV-Anlage auf dem Niederhofen- und Gerberturmparkplatz lohnt. Leider fiel diese Analyse am Ende negativ aus und die Beratungsfirma riet von einer Verwirklichung ab.
Grund dafür ist, dass sich ein direkter Verkauf des Stroms an der Börse nicht rentiert. Um mit der Anlage Profit zu erwirtschaften, müsste man länger als 30 Jahre warten. Dabei rechnet man bei einer PV-Anlage in der Kalkulation mit 20 Jahren (auch wenn sie oft länger leben).
Um den Strom aber als Stadt oder über die Stadtwerke nutzen zu können, sind die rechtlichen Hürden zu hoch und die Anlage wäre nicht rentabel. Auch eine Direktvermarktung an einen großen Stromabnehmer wäre mit zu viel Aufwand verbunden.
Unsere große Hoffnung hatten wir in das neue Gesetz zum Energy-Sharing gesetzt. Dieses trat ab 1. Juni 2026 in Kraft und wurde von der EU angeordnet. Es besagt, dass Strom über das vorhandene Stromnetz untereinander ausgetauscht bzw. verkauft werden kann. Allerdings hat es die deutsche Bundesregierung unter der Wirtschaftsministerin Katharina Reichet geschafft, diese durchaus gute Idee der EU miserabel umzusetzen. Verständlich wenn man bedenkt, wie sie ihr Regierungshandeln für die großen Konzerne ausrichtet.
Mehr lesen


